Häufige Fragen
Einstieg und Anbindung, Kosten, Team, Freigaben, Daten und Vertrag: was Kanzleien vor dem Start wissen wollen.
Einstieg und Anbindung
Was braucht meine Kanzlei, um anzufangen?
DATEV, ob auf eigenem Server, in DATEVasp oder in DATEV SmartIT, oder ADDISON tse:nit; für die Ablage DATEV DMS oder ELO. Sachbearbeiter.io läuft im Browser, installieren müssen Sie dafür nichts. Läuft DATEV auf einem Server in Ihrer Kanzlei, richtet Ihr IT-Partner für die Anbindung einmal einen Anschluss ein; in DATEVasp und DATEV SmartIT übernimmt das DATEV.
Nach einem ersten Gespräch richten wir Ihren Server, die Anbindung an Ihre Systeme, Ihr Team und die Mandantensperren ein und weisen Sie 60 Minuten ein. Die Verträge nehmen Sie vorher in der Verwaltung an.
Was braucht die Anbindung an DATEV?
Der Sachbearbeiter greift über das Cloud Gateway eines Schnittstellenpartners auf DATEV zu, dessen Anbindung an DATEVconnect die DATEV eG geprüft hat. Dafür braucht es eine vertretungsberechtigte Person Ihrer Kanzlei, die den Zugriff freigibt, Ihren IT-Partner, der den Anschluss auf Ihrem DATEV-Server einrichtet (in DATEVasp und DATEV SmartIT entfällt das), und die DATEVconnect-Lizenzen für die freigegebenen Daten.
Nach Angaben des Schnittstellenpartners ist eine Kanzlei in der Regel in ein bis fünf Werktagen angebunden. Belege in DATEV Unternehmen online erreicht er über die Anmeldung Ihrer Kanzlei bei DATEV.
Welche Mandanten sieht der Sachbearbeiter?
Nur die, die Ihre Kanzlei bei der Anbindung freigibt: alle Mandanten Ihrer Beraternummer oder eine Auswahl. Dabei bestätigen Sie auch, welche Rechte der Zugang hat. Einzelne Mandanten, etwa die Privatbuchhaltung der Inhaber, sperren Sie zusätzlich je Mitglied oder Team.
Arbeiten Sie auch mit ADDISON, ELO oder DocuWare?
Ja, mit ADDISON tse:nit und ELO; DocuWare ist in Vorbereitung. In ADDISON liest er Mandanten, Wirtschaftsjahre, Konten, Buchungen, Salden und offene Posten. In ELO durchsucht er die Mandantenakte, liest Dokumente und legt mit Ihrer Erlaubnis ab.
Beides erreicht er über die Kanzleibrücke: einen eigenen Dienst für Ihre Kanzlei, der über einen gesicherten Tunnel Ihr Netz erreicht und jede Anfrage noch einmal gegen Rechte und Mandantensperren prüft. Die Einrichtung mit Ihrem IT-Partner rechnen wir nach Aufwand ab.
Kosten
Was kostet Sachbearbeiter.io?
199 € im Monat je Kanzlei, mit eigenem Server in Deutschland, DATEV-Anbindung, Verwaltung und Grundausstattung an Arbeitsanleitungen, und 89 € im Monat je Arbeitsplatz. Die KI-Nutzung ist als Kontingent für die ganze Kanzlei enthalten. Arbeitsplatz ist, wer der Kanzlei beigetreten ist; offene Einladungen kosten nichts, Ein- und Austritte rechnen wir anteilig ab.
Eine Kanzlei mit 3 Arbeitsplätzen zahlt 466 € im Monat, eine mit 10 Arbeitsplätzen 1.089 €. Dazu kommt die Einrichtung mit 490 € einmalig; sie entfällt beim Jahresvertrag, der außerdem 15 % günstiger ist. Alle Preise netto zuzüglich Umsatzsteuer, Stand 03.11.2026.
Was passiert, wenn das KI-Kontingent aufgebraucht ist?
Das Kontingent ist auf den normalen Kanzleialltag ausgelegt und gilt für die ganze Kanzlei. In der Verwaltung sehen Sie jederzeit den Verbrauch. Reicht es nicht, kann die Inhaberin oder der Inhaber ein Zusatzpaket für 49 € buchen. Ohne diesen Klick entstehen keine weiteren Kosten.
Kommen Kosten für DATEV hinzu?
Die Kosten des Schnittstellenpartners trägt Artesiana; die DATEV-Anbindung über das Cloud Gateway ist in der Grundgebühr enthalten. DATEV-Lizenzen Ihrer Kanzlei, etwa DATEVconnect-Module oder das Zusatzmodul für DATEVasp und DATEV SmartIT, sowie die Leistungen Ihres IT-Partners für den Anschluss sind nicht enthalten.
Was kostet Beratung?
Beratung und die Anbindung weiterer Systeme rechnen wir nach Aufwand ab, 150 € je Stunde zuzüglich Umsatzsteuer, wenn Sie uns vorher in Textform beauftragen.
Team und Arbeitsweisen
Können alle Mitarbeitenden mitarbeiten?
Ja, jeder Arbeitsplatz kostet 89 € im Monat. Inhaber und Administratoren laden Kolleginnen und Kollegen ein. Jede Person erhält einen eigenen Agenten mit Arbeitsbereich, Dateien und Verlauf, getrennt von den anderen. Wer die Kanzlei verlässt, wird in der Verwaltung entfernt.
Welche Rollen gibt es?
Mitglieder arbeiten mit dem Sachbearbeiter und erteilen Freigaben. Administratoren laden außerdem Mitarbeitende ein, verbinden Systeme, nehmen Verträge an und verwalten Abo und Rechnungen. Inhaber vergeben zusätzlich Rollen und legen die Einstellungen der Kanzlei fest. Rechte prüft der Server, nicht das Sprachmodell.
Arbeitet er nach den Regeln unserer Kanzlei?
Ja. Arbeitsweisen Ihrer Kanzlei, etwa Mahnstufen, Vorlagen oder Kontierungsregeln, halten Sie als Arbeitsanleitung fest: ein Text in einfachen Worten, ohne Programmierung. Sie gelten für Sie persönlich, ein Team oder die ganze Kanzlei. Fertige Arbeitsanleitungen finden Sie im Store. Ihre Regeln gehen seinem mitgelieferten Fachwissen vor, nie aber Ihren Einstellungen zu Freigaben.
Was er sich merkt, führt er als Dateien: persönliche Arbeitsweisen, Kanzlei-Arbeitsweisen und je Mandant eine Mandantenakte. Sie können jede davon lesen, ändern und löschen.
Kann ich mit ihm sprechen statt zu tippen?
Ja. Über das Mikrofon im Eingabefeld diktieren Sie einen Auftrag. Der erkannte Text erscheint im Eingabefeld, Sie lesen ihn, korrigieren bei Bedarf und senden selbst ab. Die Spracherkennung läuft in der EU; die Aufnahme wird nicht gespeichert.
Freigaben und Verantwortung
Schreibt der Sachbearbeiter ohne Rückfrage in DATEV?
Wenn Sie es möchten. Will er über DATEV oder eine andere Verbindung etwas tun, zeigt er Werkzeug, Verbindung und Inhalt in Klartext; Sie erlauben einmal, erlauben immer oder lehnen ab. Sie können jede Aktion bestätigen oder für sich den Modus „Automatisch“ wählen. Ihre Kanzlei kann einzelne Aktionsarten, etwa das Übertragen von Buchungsstapeln, auf „Immer fragen“ stellen. Rechte, Mandantensperren und Vier-Augen gelten immer, und alles steht im Protokoll.
Buchungsstapel kommen offen in DATEV an, nicht festgeschrieben. Prüfen und verarbeiten Sie sie in DATEV selbst. Festschreiben, löschen oder Mandanten anlegen kann der Sachbearbeiter nicht.
Kann sich der Sachbearbeiter irren?
Ja. Er arbeitet mit einem Sprachmodell, und dessen Ergebnisse können unvollständig oder fehlerhaft sein. Deshalb rechnet er Zahlen per Skript mit Probe, nennt die Quelle jeder Zahl und legt Ergebnisse zur Prüfung vor. Die fachliche und berufsrechtliche Verantwortung bleibt bei Ihrer Kanzlei; Steuerberatung leistet Artesiana nicht.
Was macht er bei Automationen ohne Rückfrage?
Für Automationen gilt Lesen als erlaubt, damit ein Lauf um 7:00 nicht an einer Rückfrage hängt. Was nach außen wirken soll, erledigt er so, wie Sie es eingestellt haben; sonst wartet es auf Sie, und bis dahin bleibt es bei Dateien und Entwürfen in seinem Arbeitsbereich.
Daten und Verschwiegenheit
Wo liegen die Daten unserer Kanzlei?
Jede Kanzlei bekommt einen eigenen Server in einem Rechenzentrum in Deutschland, getrennt von allen anderen Kanzleien; den Standort nennt der AV-Vertrag. Zugangsdaten Ihrer Verbindungen speichern wir verschlüsselt, alle Verbindungen sind verschlüsselt.
Ihre Aufträge verarbeiten KI-Modelle in Rechenzentren in der EU. Niemand trainiert mit Ihren Daten. Die Websuche ist aus, bis Ihre Kanzlei sie einschaltet. Mehr auf der Seite Sicherheit.
Wie ist die Verschwiegenheit geregelt?
Die Artesiana GmbH schließt mit Ihrer Kanzlei eine Vereinbarung zur Verschwiegenheit nach § 62a StBerG und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Beide nehmen Inhaber oder Administratoren in der Verwaltung an, bevor das Abo beginnt. Alle Unterauftragsverarbeiter stehen namentlich im Vertrag; Dienstleister, die Mandantendaten verarbeiten, verpflichten wir vor dem Einsatz nach § 203 StGB.
Brauchen wir die Einwilligung unserer Mandanten?
Das ist offen. § 62a Abs. 5 StBerG verlangt sie, wenn eine Dienstleistung unmittelbar einem einzelnen Mandat dient. Ob das beim Einsatz von KI greift, hält die Bundessteuerberaterkammer in ihren FAQ „KI im steuerberatenden Berufsstand“ (Stand 27.01.2026) für nicht zweifelsfrei. Die Entscheidung liegt bei Ihrer Kanzlei; nach unserer Verschwiegenheitsvereinbarung holt sie eine erforderliche Einwilligung selbst ein.
Vertrag und Kontakt
Wie kündige ich?
Ohne Jahresvertrag jederzeit ohne Frist zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats, in Textform, zum Beispiel per E-Mail an info@artesiana.de. Der Jahresvertrag läuft zwölf Monate und verlängert sich nur, wenn Sie es wollen. Ihre Daten in DATEV, ADDISON und ELO bleiben, wo sie sind; Rückgabe und Löschung der Daten von Ihrem Server regelt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Wie erreiche ich Sie bei Fragen?
Per E-Mail an info@artesiana.de oder in einem Gespräch, das Sie über den Knopf „Termin vereinbaren“ anfragen.
Ihre Frage war nicht dabei?
Schreiben Sie uns, oder fragen Sie ein Gespräch an. Wir antworten innerhalb eines Werktags.